Bildbeschreibung: 500g Indium Investmentbarren mit einer Reinheit von min. 99,995 Prozent


Indium
I. Entdeckung

Im Jahr 1863 veröffentlichten die beiden deutschen Chemiker Ferdinand Reich und Theodor Richter im 'Journal für praktische Chemie' einen Artikel mit dem Titel "Vorläufige Notiz über ein neues Metall". In spektroskopischen Untersuchungen fiel ihnen die indigo-blaue Spektrallinie auf, die bei keinem der bis dahin 60 bekannten Elementen auftrat. Sie schlugen daher vor, das neue Element 'Indium' zu nennen.

II. Eigenschaften

Indium ist mit einer Dichte von 7,31 g/cm3 im Vergleich zu Silber (10,49 g/cm3) oder Gold (19,32 g/cm3) ein leichtes Metall. Es ist so weich, dass mit einem Fingernagel Kerben erzeugt werden können. Sein Schmelzpunkt liegt mit 156,6 °C sehr niedrig, seine Siedetemperatur mit 2080 °C jedoch ähnlich hoch wie die von Silber. Selbst unter sehr tiefen Temperaturen von -150 °C und mehr bleibt es form- und dehnbar. Es geht mit den meisten Metallen eine Legierung ein und steigert bereits in geringer Konzentration die Härte und Korrosionsbeständigkeit. Auf ein Glas aufgebracht bildet es ebenfalls eine korrosionsbeständige Oberfläche bei gleichen Reflexionseigenschaften wie Silber.

III. Vorkommen und Gewinnung

Von den 80 stabilen chemischen Elementen in der Erdkruste steht Indium mit 0,025 ppm auf Platz 68, ist also sehr selten (zum Vergleich: Gold 0,004 ppm; Silber 0,079 ppm). Erschwerend neben dieser Seltenheit kommt hinzu, dass reines Indium in der Natur nur extem selten vorkommt. Auch von den wenigen bekannten Mineralen kommt keines in ausreichender Konzentration vor, um für eine bergbauliche Förderung interessant zu sein. Indium wird heute daher ausschließlich als Nebenprodukt bei der Förderung und Verarbeitung von Zink-, Kupfer-, Zinn- oder Bleierzen gewonnen, wobei Zinkerze die mit Abstand wichtigste Quelle darstellen. Die chemisch-elektrolytischen Verfahren zur Gewinnung und Reinigung des Indiums sind dabei sehr aufwendig.

IV. Reserven und Ressourcen

Die Zahlen für Reserven und Ressourcen von Indium können nur indirekt von den Hauptprodukten abgeleitet werden. Man schätzt, dass die Reserven von Indium ca. 10.000 Tonnen und die Ressourcen ca. 100.000 Tonnen betragen. Bei einer derzeitigen Gewinnung von ca. 900 Tonnen pro Jahr würden die Reserven noch ca. 11 Jahre, die Ressourcen noch 111 Jahre reichen.
Die Vorkommen konzentrieren sich auf wenige Länder. Allein China soll über 80 Prozent der Ressourcen verfügen.
Mittlerweile wird durch das Recycling von LCD-Displays das Indium wieder zurückgewonnen. Ein gängiges Smartphone z. B. enthält jedoch lediglich drei Milligramm Indium, was die Rückgewinnung aufwendig und teuer macht. Umicore schreibt auf seiner Homepage daher auch, dass das Recycling von Indium nach wie vor eine große Herausforderung darstellen würde.

V. Verwendung

a) Indium-Zinn-Oxide:
Transparente Stromleiter auf LCDs und sonstigen Flachbildschirmen (Smartphones, Notebooks, Touchscreens, TV, etc.)
Elektromagnetische Abschirmungen
Infrarot-Reflektoren
Beschichtungen von Fenstern im Haus-, Flugzeug- und Automobilbau

b) Lötmetall:
In Lötmetallen sorgt Indium für weniger Rißbildung und besseren Schutz vor thermischen Ermüdungsbrüchen. Goldhaltige Bauteile werden durch Indiumlote weniger angegriffen. Aufgrund der hohen Dehn- und Formbarkeit können Materialien mit verschiedenen Wärmekoeffizienten miteinander verlötet werden. Mit Indium verbundene elektronische Bauteile können die Wärme besser und schneller ableiten.

c) Photovoltaik:
Dünnschicht-Photovoltaikzellen

d) Legierungen:
Durch die Zugabe von Indium können viele physikalische Eigenschaften der Metalle verbessert werden (Härte, Korrosonsbeständigkeit, Schmelzpunkt, etc.)

e) Weitere Anwendungen:
Dichtungen in der Kryotechnik
Ersatz für Quecksilber in alkalischen Batterien
Verbindungshalbleiter z. B. für Laserdioden oder LEDs
Kontrollstäbe in Kernreaktoren
Dentallegierungen

VI. Zukünftiger Verbrauch

Indium läßt sich in den genannten Anwendungen bisher kaum durch andere Metalle ersetzen. Die Deutsche Rohstoffagentur sieht das Indium-Zinn-Oxid für die Displaytechnik und die Dünnschicht-Photovoltaik als die wichtigsten indiumhaltigen Zukunftstechnologien an. Da die Nachfrage nach beiden Technologien in den kommenden Jahren massiv zunehmen wird, erwartet die Technische Universität Freiberg, dass auch der weltweite Bedarf an Indium von 234 Tonnen im Jahr 2006 auf über 1.900 Tonnen im Jahr 2030 steigen wird.
Indium steht daher auf der Liste der kritischen Rohstoffe der EU und auch des U.S. Geological Survey. Wie bei vielen Technologiemetallen ist auch beim Indium die chinesische Dominanz sehr groß.

VII. Chancen für Investoren

Das Kondensat aus dem zuvor Gesagten ergibt für langfristig orientierte Sachwert-Investoren ein optimistisches Bild:

Indium globale Produktion Angebot seit 1970

Abb. 1: Globale Indium-Raffinerie 1972 - 2020 (Quelle: U.S. Geological Survey)



Indium Preis Historisch Chart Preischart Langzeit 1970 bis heute

Abb. 2: Indium Preischart 1970 - Oktober 2021 (Quellen: U.S. Geological Survey, Tradium GmbH)
Hinweis: Indikation, Preise variieren nach Qualität, Menge, Verpackung, Produzent.



Indium globale Produktion Angebot in 2019 und 2020

Abb. 3: Indium Raffinierie 2019 und 2020 in Tonnen (Quelle: U.S. Geological Survey)



Abb. 4: Mathematische Modellierung der globalen Zinkförderkurve (Quelle: Referenz 8)


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